Bundeskinderschutzgesetz

Erweitertes Führungszeugnis für Ehrenamtliche

Zum 01.01.2012 wurde das sog. Bundeskinderschutzgesetz eingeführt worden. Ziel des Gesetzes ist es, das Wohl von Kindern und Jugendlichen zu schützen und ihre körperliche, geistige und seelische Entwicklung zu fördern (§1 Abs.1 BuKiSchG).

Im Rahmen dieses Gesetzes wurde geregelt, dass u.a. Ehrenamtliche, die Kinder oder Jugendliche beaufsichtigen, betreuen, erziehen, ausbilden oder einen vergleichbaren Kontakt haben, ein „erweitertes Führungszeugnis“ vorzulegen haben.

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen und Formulare:

Bundesgesetz und Umsetzung

Der Gesetzestext (§72a SGB VIII)

Hier geht es zum Gesetzestext.

Straftaten, die zum Ausschluss der Tätigkeit führen

Hier  finden Sie eine Auflistung der Straftaten, die zum Ausschluss der Tätigkeit mit Kindern und Jugendlichen nach § 72a SGB VIII führen

Die Handhabung des § 72a SGB VIII

Eine fachliche Empfehlung zur Umsetzung des §72a SGB VIII finden Sie auf der Seite des Bayerischen Landesjugendamtes.

Die Vereinbarungen mit den freien Trägern

Als Beispiel, wie eine solche Vereinbarung zwischen Jugendamt und freien Trägern voraussichtlich aussehen wird, finden Sie auf der Internetseite des Bayerischen Landesjugendamtes unter Punkt V. „Mustervereinbarung“.

Prüfschema – Führungszeugnis

Das Prüfschema als pdf.

Informationsblatt für Ehrenamtliche

Information für Ehrenamtliche.

Das erweiterte Führungszeugnis

Der Weg zum Führungszeugnis.

1. Der Vorsitzende des Vereins stellt dem Ehrenamtlichen die Bescheinigung zur Antragstellung des kostenfreien erweiterten Führungszeugnisses für ehrenamtlich Tätige aus.

2. Der Ehrenamtliche stellt mit der Bescheinigung den Antrag auf Erteilung eines erweiterten Führungszeugnisses (für private Zwecke) in seiner Wohnortgemeinde. Den Ausweis nicht vergessen.

3. Dem Ehrenamtlichen wird das Führungszeugnis an die Privatadresse zugeschickt (Privateigentum des Antragstellers)

Nun hat der Ehrenamtliche zwei Möglichkeiten:

  • Der Ehrenamtliche zeigt das Führungszeugnis seinem Vereinsvorsitzenden – Fertig!
  • Der Ehrenamtliche zeigt das Führungszeugnis Herrn Göring im Landratsamt, Raum E 08, der ihm eine Bescheinigung ausstellt, dass keine Eintragungen nach §72a SGB VIII enthalten sind. Diese Bescheinigung legt der Ehrenamtliche seinem Vereinsvorsitzenden vor – fertig

Hinweis:
Das Führungszeugnis ist drei Monate gültig, d.h. es kann innerhalb dieser Frist bei mehreren Vereinen vorgelegt werden.

Vor jeder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Kindern und Jugendlichen ist ein Führungszeugnis vorzulegen. Wenn Sie wiederholt ehrenamtlich tätig sind, haben Sie die Möglichkeit ihrem Vorsitzenden schriftlich zu genehmigen, dass diese/r ihre Daten speichert, bis ihre ehrenamtliche Tätigkeit beendet ist. Dann kann müssen Sie spätestens nach fünf Jahren ein neues Führungszeugnis vorlegen.

NEU: Flyer „Onlinebeantragung von Führungszeugnissen“

Kostenfreies Führungszeugnis für Ehrenamtliche

Merkblatt zur Erhebung von Gebühren für das Führungszeugnis

Fragen zum Führungszeugnis

Antworten rund um das Führungszeugnis finden Sie direkt auf der Seite des Bundesamtes für Justiz, sowie in unseren FAQ.

Bestätigung der ehrenamtlichen Tätigkeit

Vorlage bei der Meldebehörde

Selbstverpflichtung bei spontanen Einsätzen Ehrenamtlicher

Selbstverpflichtung Ehrenamtlicher

Datenschutz und Dokumentation

Bei der Einsichtnahme in Führungszeugnisse Ehrenamtlicher gilt:

Der Träger ist befugt, den Umstand der Einsichtnahme in das erweiterte Führungszeugnis, das Datum des FZ sowie die Tatsache, dass keine einschlägigen Vorstrafen enthalten sind zu speichern.

Das FZ darf nicht zur Akte genommen werden.

Die Daten sind vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen und spätestens drei Monate nach Beendigung der Tätigkeit zu löschen.

Wird im Anschluss an die Einsichtnahme keine Tätigkeit wahrgenommen, sind die Daten unverzüglich zu löschen.

Bei ehrenamtlich Tätigen, die wiederholt eingesetzt werden, wird empfohlen, das Einverständnis der Betroffenen zur Datenspeicherung bis zur Beendigung der Tätigkeit für den Träger einzuholen. (Dann muss u.U. erst nach fünf Jahren ein neues FZ eingesehen werden)

PDF „Muster 1 zur Dokumentation“

PDF „Muster 2 zur Dokumentation“

 

Bildquellenangabe: Tim Reckmann / pixelio.de